Blog via E-Mail abonnieren

Gib deine E-Mail Adresse ein um neue Blog Posts in deine Inbox zu bekommen.

Foto

Warum ich HC Strache und Norbert Hofer like und was ich von ihnen lerne

„Ali, bist du wahnsinnig??? Wie kannst du nur HC Strache und Norbert Hofer liken … von dir hätte ich mir mehr erwartet. Bin echt enttäuscht“.

Solche „Gutmenschen“-Messages erhalte ich fast wöchentlich. Von Menschen, die nicht verstehen, dass sie mit ihrer Denke mehr Hass zwischen uns Österreicher treiben, als dass sie dazu beitragen, dass wir als Gesellschaft zusammenwachsen.

Wir Grün/Rot/Pink „gegen Blau“ Wähler denken, dass wir mit ihrer Abschottung auf Facebook – also der Verweigerung des LIKE Buttons auf Seiten der FPÖ-Fraktion – etwas Gutes und Sinnvolles tun.

Leute, wacht auf – das ist Bullshit und ihr seid gefangen in eurer „wir sind die Guten“-Blase, die auch schon bei der letzten arschknappen Wahl für Empörung in eurer Informations-Blase gesorgt hat.

Ihr seid gefangen in eurer Welt und habt NULL Verständnis für die Menschen, die blau wählen und das Schlimmste … ihr wisst nicht was auf der „anderen“ Seite abgeht.

Außer … ihr würdet euer Ego mal auf die Seite legen und zuhören!

Zuhören beginnt damit, dass man die Klappe hält (auch auf Facebook) und beobachtet und lernt, warum jemand tut, was er oder sie tut.

Ich LIKE HC Strache, die FPÖ und Norbert Hofer schon seit Langem, weil ich gegen Abschottung und für Öffnung der eigenen Gedankenblase bin.

Ich bin dafür, dass Toleranz damit beginnt, die Meinung der „anderen“ Seite auch in die eigene Kommunikationsblase hineinzulassen.

Als ich meinen Freunden vor der ersten Wahl erzählt habe, dass es mich nicht wundern würde, wenn Norbert Hofer gewinnt, waren alle empört – am Ende der Wahl waren diese Personen verwundert.

Würden wir alle der Facebook Seite von HC Strache, der FPÖ und Norbert Hofer folgen (ja, LIKE klicken oder FOLLOW), würden wir erkennen, dass sie auf ihre Art und Weise und sehr gut die Stimme des Volkes

  1. verstehen,
  2. akzeptieren
  3. und so sprechen, dass das Volk sich verstanden fühlt.

Ich hoffe, dass der oder die Nächste, die mir verwundert und von oben herab die Welt erklärt, in dem ich wieder höre, warum ich den so „radikalen“ Seiten folge, versteht, dass ich keine Lust und keinen Kopf für eine Antwort habe.

Facebook hat mit der Realität soviel zu tun wie das Hochglanzpapier der Vogue mit den wahren Problemen unserer Welt.

Alles was ihr auf Facebook seht, ist ein Spiegelbild eures Wunschbildes. Ihr seht nur Dinge von Menschen, die ihr bewusst in eure Facebook-Blase HINEINGELASSEN habt. Nicht mehr und nicht weniger.

Euch muss das Konzept von Facebook klar sein: Ihr dreht euch alle in eurem eigenen Saft, hört immer den selben Leuten zu, redet auch nur mit den selben Leuten und seid erschrocken, wenn euch einer mal nicht auf die Schultern klopft.

Öffnet eure Sichtweisen und lasst auf Facebook auch die Meinung und Kommunikation von denen zu, die normalerweise euren gedanklichen und intellektuellen Horizont niemals streifen würden.

Wenn ihr dazu bereit seid, wird in Zukunft auch ein Dialog zwischen den Seiten möglich. Nur wer sich öffnet, wird die Möglichkeit haben, die andere Seite zu verstehen.

Ich like HC Strache, die FPÖ und Norbert Hofer, weil ich verstehen möchte. Verstehen, bevor ich spreche und handle.

Ich bin bekennender Van der Bellen Wähler, der das Beste für Österreich will und zwar für alle Österreicher … nicht nur für die, die so denken wie ich und in meiner Facebook-Blase unterwegs sind.

Wer ein gemeinsames Österreich will, der muss bereit sein, allen zuzuhören … und das rate ich euch auch.

Bild: REUTERS (LEONHARD FOEGER)

Blog via E-Mail abonnieren

Gib deine E-Mail Adresse ein um neue Blog Posts in deine Inbox zu bekommen.






  • Lieber Ali, ein paar Gedanken.

    (1) Ich finde die „I brauch Di und Du brauchst Mi!“ Kampagne grundsätzlich sehr unterstützenswert. Mir kamen die Tränen bei Schauen des Videos. Im Rahmen dieses Gedankens, dass wir alle füreinander da sind und uns in diesem Sinne umarmen können, danke ich Dir sehr für den Mut das Thema zu anzustossen.

    (2) Ist (1) die Basis des #Liken der genannten Seiten (I like = #GefälltMir = #mogi) sehe ich kein Problem darin, doch das gehört dann m.E. noch klarer herausgestellt. Ansonsten ist Dein Klick einfach #NewSpeach.

    (3) Der auf FB mitgepostete Blogtitel beinhaltet den EU-Jugendbotschafter Ali. Für die Jugend, die Deinem Aufruf der „Kommunikationsblasenöffnung“ folgen möchte fehlt das WIE, ohne für die (2) stehen zu wollen. Dazu gibt es bei Facebook Interessenslisten. Mittels dieser kann man Seiten folgen, OHNE sie zu #liken.

    http://bit.ly/FPOe-auf-FB-folgen-OHNE-liken

    Grüsse
    Dein Michael Rajiv

  • micalo

    Die Verweigerung des LIKE Buttons ist Abschottung? Ist das nicht etwas extrem?
    Es stimmt, dass sich jeder mit den Menschen und Meinungen umgibt die ihm liegen, und sich so ein verzerrtes Bild der vorherrschenden Meinung ergibt.
    Dein Bestreben, mehr über die Ängste und Einstellungen anderer zu erfahren, ist durchwegs positiv.

    Bevor du nun aber anderen Tips gibst, wie sie Social Media verwenden, solltest du dir deren Funktionsweise genauer ansehen:

    Wie schon jemand anderer erwähnt hat gibt es auch die Möglichkeit einem Profil einfach nur zu folgen, denn: „Like“ bedeutet nun einmal „das gefällt mir“ – und als EU-Jugendbotschafter solltest du dir bewusst sein was du damit ausdrückst und bewirkst.

    Es gibt hin und wieder Studien über das Leseverhalten auf Facebook, wie viele „Likes“ vergeben werden ohne die geteilten Artikel tatsächlich gelesen zu haben – der Anteil der Leser ist gering!
    Deshalb ist deine Überschrift zusammen mit dem Foto sehr unglücklich gewählt, und wird auch auf entsprechenden Seiten gerne verlinkt:
    https://www.facebook.com/OsterreichBleibtRotWeissRot/posts/841920595944076
    https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1101349656621001&id=646294332126538

    • mahlo

      Ich danke dir für deinen Kommentar und deine Sichtweise. Ja, du hast recht. Der Post war überspitzt formuliert.
      Technisch gesehen gibt es hunderte Möglichkeiten, sich die Meinung anderer anzusehen (Follow, Email Abo, etc.).
      Mein Bezug auf das LIKE war ein klares Zugeständnis an die Tatsache, dass es Anti-FPÖ Personen gibt, die selbst hoch radikal und „in Schranken denkend“ werden, wenn etwas passiert, dass ihnen gegen den Strich geht.

      Ob ich jetzt etwas like, followe oder eine Email abonniert habe ist am Ende des Tages komplett egal – ich will Diskussionen starten, die ungeachtet von „wir haben uns alle lieb“ ablaufen (klar, das wäre mir schon langfristig wichtig, dass sich alle gut verstehen), dennoch geht es mir in erster Linie darum, nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern bei sich selbst anzufangen.

      Van der Bellen spricht über Toleranz und das ist einer der Hauptgründe, ihn zu wählen. Und genau deshalb denke ich, dass auch seine Anhänger in erster Linie Toleranz leben sollten und zwar … und das ist mein Unterschied … AKTIV! Das bedeutet, auf einander zugehen, auch wenn „die andere Seite“ in den Augen mancher lügt, beschimpft, hetzt, etc.

      Ja, all diese Dinge passieren und es ist eine Schande – hören wir aber auf, aktiv das Gespräch und das „Zuhören“ zu suchen und es auch zu zeigen, verschliessen wir uns allen – wirklich allen – Optionen eines „Zueinanderfindens“. Und das ist wäre das Ende der Gesellschaft.

      • micalo

        das ist einer der Gründe, warum ich auf Facebook kaum aktiv bin – kritische Diskussionen sind nur schwer möglich.

        Was die Toleranz betrifft, bin ich mit dir einer Meinung.

        Jedoch denke ich, dass es am Ende des Tages sehr wohl bedeutend ist wie deine Beiträge verstandenden werden, denn bei vielen weniger kritisch denkenden Personen bleibt nur:

        auch der EU-Jugendbotschafter findet Strache und Hofer gut und kann von ihnen lernen! („Like“!)
        – keine Diskussion, nur eine Bestätigung der eigenen Meinung.

        • mahlo

          Hi, ich habe für einige, die mich kritisiert haben, genauso viele positive Feedbacks erhalten. Mein Ziel ist, dass man sich bewusst wird, dass man oftmals selbst um nichts besser ist. Ja, die Seite, die man wählt, vielleicht, aber die Art und Weise der Toleranz nicht.

          Ich bin in einem Flüchtlingsheim aufgewachsen, ich kam zum Handkuss und bekam schon mal das eine Mal eine Zigarette von Nazis in meine Hand ausgedrückt. Ich hätte allen Grund nicht meiner Meinung zu sein.

          Und gerade deshalb habe ich gelernt, dass nichts daran schlimm ist, wenn Menschen denken:

          „auch der EU-Jugendbotschafter findet Strache und Hofer gut und kann von ihnen lernen! („Like“!)“

          Ich kann von „jedem!“ Menschen etwas gut finden, wirklich von jedem. Es sind doch immer die Taten, die wir gut finden, bzw. verurteilen und betrachten sollten. Der Mensch selbst … den kennen wir so gut wie gar nicht.

          Ja, ich kann von Strache und Hofer lernen, genauso wie deren Anhänger von Van der Bellen und ja, ich wähle Strache und Hofer sicher nicht, weil deren Ziele für Österreich und die Herangehensweise meiner Sichtweise widerstreben.

          Und dennoch … ich bin dafür, dass wir zusammen nur weiterkommen, wenn wir auch die „nicht schönen“ Diskussionen führen.

          Ich bin froh, dass ich das ausgelöst habe – endlich sieht man, wo die wahren Probleme (auch) liegen. Es ist nicht immer die Gegenseite, es ist die eigene Sichtweise und Abgrenzung.

          Heute Vormittag hat mich eine Lehrerin eingeladen, dass ich in ihrer Schule über Toleranz spreche und zwar beidseitiger Toleranz und der Stärke, den ersten Schritt zu gehen. Und sie hat meinen Blogpost als Auslöser für ihre Email an mich genommen.

  • Lorenz Huter

    Hey Ali!
    Ich finde ich es sehr wichtig auch über die andere Seite informiert zu sein. Allerdings kann ich es nicht vertreten eine Seite wie die von Strache mit „Gefällt mir“ zu markieren. Immerhin gefällt mir seine Weltanschauung, Politik und sein Medienauftritt auch nicht. Genau für solche Fälle hat Facebook einen Abonnieren-Button. Diesen verwende ich um am laufenden zu bleiben ohne „Gefällt mir!“ drücken zu müssen. Leider darf ich weder auf Straches noch auf Hofers Seite abonnieren – da ich auf beiden geblockt bin.

    • mahlo

      Hey Hey, verstehe deine Sichtweise sehr gut und es liegt im Blick eines jeden selbst, wie man damit umgeht. Ich bin da eher „pro-aktiv nach vorne“, da ich aktiv zeigen will, dass ich mir sehr wohl andere Meinungen anhöre und auch akzeptieren, wenn auch nur eines von tausend Argumenten sinnvoll ist.

  • Christian Brunner

    Also die Empfehlung sich immer beide Seiten einer Medaille anzusehen ist ja durchaus positiv zu bewerten. Vor allem wenn man wo neu hinzugekommen ist, oder wie bei meinem Teenager-Sohn, der sich in seinem Leben erst zurecht zu finden hat. Klare Sache.
    Viele aber, die in Österreich aufgewachsen und hier in die Schule gegangen sind, deren Eltern oder Großeltern noch miterlebt (und oft auch nicht überlebt) haben wohin ein Nationalismus wie ihn die FPÖ propagiert führen kann, haben schon vor langer Zeit und immer wieder (teilweise bis zum Abwinken) der anderen Seite zugehört. Auch lange bevor Facebook. Und wir, weil ich zähle mich auch zu denen, sind dann halt nach langem und gewissenhaften Abwägung der Argumente zu dem Schluss gekommen, dass das mit unseren Werten nicht übereinstimmt. Da brauch ich jetzt nicht wieder, nur weil ein neues Gesicht den alten Unsinn von sich gibt, wieder von vorne anfangen. Aber ich verspreche: sollte da was grundsätzlich Neues kommen, und zu meinem Moralkompass passen, schau ich mir das gerne an.
    Was aber ein bisserl ärgerlich ist, ist was du da mit deinem Argument suggerierst. So ganz sachte zwischen den Zeilen. Nämlich dass du vorschlägst, dass wir – die wir sagen ‚wie kannst du nur, Ali‘ – uns das doch noch einmal genauer ansehen mögen, weil offensichtlich haben wir das in den (in meinem Fall) letzten vier Jahrzehnten nicht richtig verstanden und sollten unsere Meinung vielleicht doch korrigieren. Weil wie könnten wir bloß auf unseren Schlussfolgerungen beharren, wenn doch unsere geistige Kapazität offensichtlich nicht ausreicht zu ebendiesen zu kommen.
    Nein Ali, die Daten die mein Leben bislang geliefert hat deuten alle darauf hin, dass ich durchaus in der Lage bin gut fundierte Entscheidungen zu treffen. Ich brauche jemanden, der mir sagt ich sollte meine politische Überzeugung revidieren genauso dringend wie ich die Zeugen Jehovas brauche um meine Glaubensrichtung zu hinterfragen.

  • Eva Lutz

    Nur wer sich öffnet, wird die Möglichkeit haben, die andere Seite zu verstehen.

    Ja und nur wer sich öffnet, wird im Spiegel des oder der Anderen die Möglichkeit haben, sich selbst besser zu verstehen.

    Danke Ali!
    Eva

  • Carolin

    Sehr smart! Thumbs up!