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Wenn nix mehr geht

Wir kennen diese Phasen, wir haben sie alle. Wir wollen unbedingt, versuchen, machen kleine Schritte, stehen an, fühlen uns, als wären wir wieder auf Feld Nummer eins.

Was wir sehen ist der Rückfall, was wir übersehen die Erfahrung.

Bevor wir am obersten Gipfel stehen, begleitet uns ein Weg … ein Weg, der uns dazu einlädt, unseren Blick vom Pfad zu heben und um uns herum zu sehen, was ist: die Umgebung, die Wegbegleiter, die Erfahrungen, die Relikte unserer bisherigen Tuns.

Ob wir den Fokus nur auf unsere Beine und den Pfad legen, auf unsere Gedankenwelt oder auf das was uns umgibt, ist unsere Entscheidung – die Situation jedoch immer die Selbe.

Es ist meiner Meinung nach wichtig, nicht dem FOMO-Syndrom (Fear Of Missing Out) zu verfallen, sondern das – was ist – bewusst zu erfassen und zu leben. Manchmal ist es der Fokus auf den Pfad selbst, manchmal der Blick auf die Umgebung und manchmal, wenn wir bereits geübt sind, der Blick auf die Gesamtheit dessen, was uns im Hier und Jetzt umgibt.

Wie bei so vielen Dingen, ist das Verständnis dafür, was wir aus jeder Reise lernen, Übungssache … nicht mehr und nicht weniger.

Viel Spaß beim Üben 🙂

Ali

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Die Kunst, sich selbst auszuhalten

“Bleib so wie du bist”.

Wie oft hören wir diesen nett gemeinten Rat und wissen schon beim Lesen dieses Satzes, dass “nett” immer der kleine Bruder von “scheisse” ist.

“Bleib so wie du bist” … das ist die Wunschformel, die reflektierten Menschen den Schauer runterjagt, weil es suggeriert, dass man sich ja nicht verändern soll. Um Gottes Willen, nicht nach vorne verändern, sondern bitte auch in einigen Jahren noch so bleiben wie man heute ist.

Ehrlich, kennen wir auch nur eine Person, die wirklich vor hat, sich überhaupt nicht zu verändern?

Gerade war Silvester und die halbe Welt, wenn nicht sogar fast die ganze, hat Neujahrsvorsätze formuliert und sich damit den eigenen KickOff einer neuen Zeitenwende suggeriert.

Neujahrsvorsätze sind das “geht scho Burschen, das nächste Match wird besser” der normalen Menschen, wie wir es sind. In ihnen steckt Hoffnung, Neugierde, Begierde und der Wunsch, sich nicht nach hinten in die Vergangenheit zu entwickeln, sondern nach vorne. Da wo sie sich (noch) versteckt… unsere Zukunft im Garten Eden mit all ihren Erfüllungen unserer Wünsche, die uns zu dem Menschen machen, der wir sein wollen.

“Bleib so wie du bist” … so gesehen eine Schandtat der Bedeutungslosigkeit.

André Heller sagte mal mit einem Augenzwinkern, dass er allen Menschen, die ihm diesen Ausspruch mitgeben, droht, dass sie von seinem Anwalt hören.

Ich selbst habe dies in meiner Jugend sehr oft anderen Menschen gewünscht und checke erst jetzt, dass ich wollte, dass alles so bleibt, wie es ist. Vielleicht war es Angst, dass ich dadurch erkenne, dass ich mich nicht weiterentwickle, wenn sich alle um mich herum evolutionär der Zukunft hingeben.

Es ist 2018, ich sitze in Südafrika – einem Land, in welchem die Menschen wissen wie es ist, wenn man aufgrund seiner Hautfarbe nach unten selektiert wird. In dem Menschen das Gut der freien Wahlen, der Gleichstellung vor dem Gesetz und das Feiern des Lebens als Aufbruch in die Zukunft nur zu gut kennen. Ein Land, in dem die Gegensätze weiter, und manchmal auch näher, nicht sein könnten.

Es war Nelson Mandela, der mal gesagt hat, dass es nicht die Dunkelheit ist, die wir fürchten, sondern unser Licht.

Ich habe mit Gerald Hüther, meinem Mentor, Ende Oktober bei einer Bildungskonferenz im wunderbaren Schloss Puchberg einen Abend darüber sinniert, wie sehr Menschen doch Angst vor ihrem Potential haben, ihrem Licht. Wie sehr wir uns damit begnügen, nicht gut genug zu sein, weil wir Angst davor haben, auf dem Weg zu unserem Glück und unserer Potentialentfaltung zu scheitern.

Angst davor, zu erkennen, dass unsere Träume vielleicht wirklich unsere einzig echte Realität sind und unsere Potentiale die Werkzeuge auf dem Weg dorthin.

Ich muss zugeben, dass ich die letzten Tage mit mir selbst gekämpft habe. Es war vielleicht weniger ein Kampf, als der innere Dialog, wie mein 2018 aussehen soll. Wer ich sein will und wie ich mich erfinden möchte. Eine Prozedur, die ich jedes Jahr um die selbe Zeit durchmache.

Während ich mit mir selbst haderte, wurde mir immer mehr klar, dass es vielleicht nicht immer an der Zeit ist, sich neu zu erfinden. Den Kids, Mitarbeitern und Führungskräften versuche ich immer klar zu machen, dass sie nicht erst “jemand” werden müssen, da sie schon jemand sind und zwar seit dem Tag ihrer Geburt.

Um ganz ehrlich zu sein, es war Anna, die mir in einem stillen Augenblick klar machte, was ich selbst übersah: ich rannte nach vorne, ohne zu wissen, wohin und vergaß dabei, die Reise namens Lebens zu genießen.

Ich wollte mich schon “wieder” (wie jedes Jahr) auf Druck neu erfinden und war drauf und dran, all das Schöne, dass es bei meinem jetzigen Ich noch zu entdecken gibt, mit rasendem Tempo zu überspringen.

Und so sitze ich hier, fast 15 Stunden Flugzeit von meinem Zuhause entfernt und merke, dass ich hier das tun sollte, wofür ich hergekommen bin … nämlich “Loslassen” in seiner reinsten Form. Manche nennen es auch einfach Urlaub.

Wie meine Vision für 2018 aussieht? Keine Ahnung, doch ich weiß, wie es sich anfühlt: ein zufriedener Ali. Zufrieden im Tun, im Beobachten und vor allem im Sein.

Werde ich weitermachen, was ich tue oder kommt etwas komplett neues? Ich denke, etwas von Beidem und vielleicht auch ganz anders. Das Schöne ist, dass gerade – während ich diese Zeilen schreibe – eine Last von meinen Schultern fällt und ich weiß, dass alles genauso wie es ist, gut ist und meine Entwicklung sich ergibt, während ich meinen Weg gehe.

Das Einzige, was ich mental mehr trainieren will, ist das ablegen von Täuschungen. Wir Menschen sind so oft – ja fast tagtäglich – von Dingen um uns herum enttäuscht. Sei es die Politik, der blöde Autofahrer neben uns oder der Arbeitskollege aus dem Lift. Wir machen unsere Unzufriedenheit davon abhängig, wie uns “andere da draußen” enttäuschen, dass wir so unsere Selbstwirksamkeit aufgeben.

Doch eigentlich sind Enttäuschungen etwas wunderbares, da sie das Ende der Täuschung sind und diese entstehen ja eigentlich immer dann, wenn wir von Anfang an Glaubenssätze und Erwartungen in uns tragen, die vielleicht schon immer nur Wunschvorstellungen an Dritte waren, die nur in unserem Kopf, aber nicht in der Realität, existiert haben.

Um mit Mandela zu schließen: “Es ist unser Licht, das wir fürchten. Nicht unsere Dunkelheit.”

Daher lasst 2018 das Jahr eures Lichts werden. Ihr müsst euch nicht neu erfinden, ihr seid schon wer.

Ali

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Wissen entsteht an Grenzübergängen von Generationen

Mein erster Mentor (ohne dass er je eine Ahnung davon hatte) war Franz Kühmayer, ehemaliger Topmanager in der IT, heute erfolgreicher Berater und internationaler Keynote Speaker.

2011 wurde Johann “Hansi” Hansmann neben seiner Rolle als WHATCHADO’s erster Business Angel auch zu meinem Mentor und Freund. In die Runde der Mentoren, die auch Business Angels waren und Mentoren wurden, gesellten sich in den letzten 2 Jahren auch Brigitte Ederer (Ex-Siemens Vorstand HR), Claus Raidl (Präsident der Österreichischen Nationalbank) und Peter Püspök (Ex-Raiffeisen Niederösterreich Chef) hinzu.

Und seit einem Jahr ist auch Gerald Hüther, Autor und Neurobiologe, einer der Menschen, an den ich mich wende, wenn ich reflektierten Rat oder eine Meinung brauche.

Ohne meine Mentoren wäre ich meinen Weg bisher sicher holpriger gegangen, als es bis dato sowieso der Fall war 🙂

Erst Anfang diese Woche hatte ich wieder ein sehr inspirierendes Gespräch mit Hansi Hansmann und gestern auch eines mit Franz Kühmayer und gerade jetzt komme ich von einem Abendessen mit lieben Bekannten, von denen ich in diesen wenigen Stunden mehr über das Leben gelernt habe, als es je ein Buch geschafft hätte.

Diese drei Gespräche haben alle etwas gemeinsam und damit ist nicht nur gemeint, dass mich alle in meiner persönlichen Entwicklung einen Riesenschritt weitergebracht haben, sondern eine andere Tatsache, die mir mehr hilft, als ich dachte: Alle meine Mentoren und auch die Gesprächspartner, von denen ich am Meisten lerne, sind immer Menschen, die nicht in meinem Alter oder meinem Altershorizont sind.

Ich lerne am Meisten von Menschen, die mindestens 5-10 Jahre reifer oder mindesten 5-10 Jahre jünger sind als ich es bin.

Wenn ich z.B. mit Menschen spreche, die reifer sind als ich, merke ich sofort, wie wertvoll die Ansichten dieser Menschen sind, wenn sie die Jahre ihrer Erfahrung sprechen lassen. Jahre, die mir definitiv fehlen.

Jede Zeit und jede Epoche hat bei ihren Zeitgenossen Erfahrungen hinterlassen, die im Zuge eines Reflektionsprozesses wertvolles Wissen in sich birgt. Wissen, dass vielleicht für weitere Zeugen dieser Zeit nichts besonderes darstellt, aber für jemanden, der nicht aktiver Teil dieser Zeit war, ein Fundus an neuen Denkweisen beinhaltet.

Ein Gespräch mit jemanden, der 10 Jahre reifer oder 10 Jahre jünger ist als ich, bringt mir immer mehr als ein Gespräch mit einer gleichaltrigen Person. Der Grund ist einfach: jemand, der genauso wie ich 34 Jahre +/- wenige Jahre ist, lebt in der selben Lebenswelt wie ich. Diese Person hatte wahrscheinlich die selben Kindheitshelden wie ich, hat die selben Serien geschaut und ist mit den selben Geschichten aufgewachsen und hat den selben kulturellen Wandel erlebt so weiter.

Aber jemand, der fast eine Dekade entfernt ist (egal in welche Richtung), hat in allen oben genannten Bereichen ganz andere Inhalte erfahren.

Ich bin noch mit den Spice Girls, den Backstreetboys und mit David Hasselhoff als Michael Knight aufgewachsen und das war für mich das Normalste und ist es immer noch. Sehe ich mir aber an, dass die Helden der Kids heute One Direction heißen und aussehen wie Bubies, die frisch aus der Waschmaschine kommen, kann ich entweder den Kopf schütteln oder mir von einem Jugendlichen erzählen lassen, WAS daran so cool ist.

Anstatt über andere Generationen zu schimpfen, könnte ich doch durch den aktiven Austausch mit einem Zeitgenossen dieser Zeit darüber sprechen, was aktuell “hip” ist und mir erklären lassen, was denn daran ausschlaggebend ist.

Dies führt dazu, dass ich nicht mehr über eine Generation spreche, sondern mit! ihnen.

Das gilt sowohl für das Gespräch als auch für das Verständnis für “jüngere” und “reifere/ältere” Menschen.

Jede Generation hat ihre Erfahrungen und echtes Wissen und Verständnis für die Welt entsteht erst, wenn sich dieses mit dem eigenen vermischt.

Anstatt sich nur mit Gleichaltrigen zu unterhalten, sollten wir lernen, uns mit Menschen zu unterhalten – ungeachtet deren Alter und Generation. Schliesslich sind wir in unserem Leben alle mal “die Jüngeren” und “die Älteren”.

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Warum der Pythagoras in der Schule mit dem neuesten Spiderman Film konkurriert – Medienkonsum mal anders betrachtet

Ich hatte heute früh einen Vortrag in einer Schule.
Ca. 200 Jungendlichen zwischen dem 16. und 19. Lebensjahr wollte ich erzählen, was wir bei WHATCHADO aus über 5000 Lebensgeschichten über die Arbeitswelt gelernt haben.

Ich war der zweite Speaker und konnte erst 20 Minuten später anfangen, da mein Vorredner komplett überzog.
Als er fertig war, hatte sich fast ein Viertel des Saals geleert und die Jugendlichen, die noch drinnen waren, hatten bereits ihre Handies gezückt und sahen sich auf Snapchat an, was denn die Freunde so tun.
Eine Lehrerin klagte mir ihr Leid, in dem sie mir sagte, dass „es einfach total langweilig ist, wie das rüber gebracht wird – so kann man doch nicht vor Kids sprechen“.

Es stimmte.

Der Vortrag meines Vorredners war – wenn dieser für Manager gewesen wäre – richtig interessant, aber leider so aufbereitet, wie eben Manager diesen konsumieren.
Es ging mehr um Fakten und Theorie als um Praxis, auf den Folien war elendslanger Text aneinandergereiht und die Stimmlage des Sprechers war konstant monoton wie das Abfahrtssignal der Bahn, wenn diese die Station verlässt.

Ich halte zwar viele Keynotes (2015 über 150 Mal), aber was die wenigsten Menschen wissen ist, dass Vorträge vor Jugendlichen die wahre Meisterklasse sind und die Vorträge sind, vor denen ich den meisten Respekt habe – ja, manchmal auch schlaflose Nächte.

Vorträge vor 500 bis 1000 Managern sind auch sportlich und mit viel Respekt verbunden, aber diese begeistert man interessanterweise leichter, wenn man etwas zu sagen hat.

Jugendliche hingegen sind schwerer zu erreichen, da sie in der heutigen Welt mehr denn je Zielscheibe von Informationen sind: Werbung, Marken, Brands, Arbeitgeber, etc.
Alle buhlen durch massive Werbebotschaften und über diverse Kanäle der digitalen und nicht digitalen Welt um die Aufmerksamkeit dieser Zielgruppe.

Und dann gibts natürlich auch noch die Themen Berufsorientierung, Schule und Lebensplanung, welche hier auch einen Stück der Aufmerksamkeit der Jugendlichen füllen (sollten).

Ja, es ist nun mal so, dass heute der Pythagoras mit dem neuesten Spiderman-Film in Konkurrenz steht, wenn es darum geht, wer die meiste Aufmerksamkeit bekommt.

Jugendliche sind einer schieren Flut von Informationen ausgeliefert und haben in ihrem jungen Leben nicht gelernt, damit umzugehen (okay, auch die meisten Erwachsenen können das teilweise nicht).
Durch die ständig wachsende Zahl von Kommunikationsdiensten (Facebook, Snapchat, whatsapp, etc.) werden sie noch öfter abgelenkt und mit „Informationen“ beschossen, die sie irgendwie verarbeiten müssen.

Medien, die Werbung und so ziemlich jede Lifestyle-Brand, haben es verstanden, dass Informationen so aufbereitet gehören, dass Jugendliche diese aufgrund von Neugierde und Begeisterung konsumieren und sich nicht vorkommen, als würden sie beschallt, sondern unterhalten werden.

Keine Werbung der Welt zählt heute nur mehr Fakten auf ohne auch den emotionalen Faktor ins Spiel zu bringen, der am Ende des Tages den entscheidenden Impuls auslöst.

D.h. Werbung hat (teilweise) verstanden: willst du, dass deine Zielgruppe deine Message versteht, bereite diese für sie auf und zwar so, dass diese verdaut werden kann.

Tja, und dann gibt es die Art und Weise, wie wir “Erwachsenen” unseren Kindern Informationen näher bringen, wenn wir denken, dass wir sie belehren müssen: belehrend, von oben herab, Fakten um Fakten und oft mit der gedanklichen Einstellung “das muss gelernt werden”.

Was wir nicht vergessen dürfen ist, dass die selben Jugendlichen, die sich für Brands, Filme, Social Media, etc. interessieren, die selben Menschen sind, die in der Schule sitzen und Informationen konsumieren MÜSSEN.
Wir vergessen teilweise, dass der Mensch, der dort etwas lernen soll, die Informationen innerhalb der Schule genauso konsumiert und verarbeitet wie die Messages, die außerhalb der Schule auftauchen.

Ja, der Pythagoras steht mit dem neuesten Spiderman-Film in Konkurrenz und Entertainment is the new learning.

Was mir manchmal auffällt, wenn ich Schulen besuche ist, dass mir manche Lehrer vor meinen Vorträgen sagen, dass die Kinder sehr unaufmerksam sind, sie nach 30 Minuten komplett zu machen und ich es nicht persönlich nehmen soll, wenn die Kids dann auf ihren Handies rumspielen.

Zumeist nach den Vorträgen, erzählen mir die selben Lehrer, dass sie es noch nie gesehen hätten, dass ihre Kids über eine Stunde lang aufmerksam bei der Sache sind und dass es eine echte Ausnahme war und sie selbst nicht wissen, warum die Kids nicht frühzeitig gelangweilt waren.

Nein, wir bei WHATCHADO sind nicht viel intelligenter als andere Menschen und auch haben wir kein „Super-Erklärungsgen-für-Schüler“, dass uns hilft, die Kids bei der Stange zu halten.

Hier ein Erklärungsversuch, worauf wir bei unseren Präsentation an Schulen achten:

Eines vorweg: Klar ist, dass Lehrer es IMMER schwieriger haben werden, als externe Vortragende, weil das in den Köpfen der Kids ein „muss“ ist, was der oder die Lehrerin von sich gibt. Das ist mir bewusst und daher weiß ich auch, dass der härteste, aber gleichzeitig wertvollste Job der Welt, der des Lehrers ist.

So, nun zu meiner (sehr subjektiven) Erklärung:

Wir bei WHATCHADO tun die Dinge, die wir tun, für Menschen, die nicht wissen, was sie aus ihrem Leben machen wollen.
Wir tun es auch für Jugendliche und wir wissen, dass diese Informationen nur konsumieren, wenn ihr Gehirn das interessant findet, also wenn die Lust am Entdecken gegeben ist.
Fakt ist, das Gehirn lernt nicht, wenn die Lust am Lernen nicht befriedigt wird.

Und da wir das bei WHATCHADO wissen, bereiten wir alle unsere Schulvorträge so auf, dass es den Kids gefällt – NICHT UNS!
Wir bauen keine Präsentationen, von denen wir denken, dass diese uns selbst oder irgendwelchen Erwachsenen gefallen, sondern tun dies komplett abgestimmt auf das Medienverhalten von Jugendlichen.

Jede Erklärung, jede Statistik (ja, wir haben in unseren whatchaSKOOL Präsentationen jede Menge Zahlen), jeder gute Rat, etc. ist eingepackt in Informationsbrocken, die so aufbereitet sind, dass wir Jugendliche zum Nachdenken und zur Selbstreflexion animieren, aber immer mit dem Ansatz, dass diese Information aufgrund von Neugierde konsumiert wird.

Eine „coole Präsentation“ ist bei uns keine sozialromantische Vorstellung oder Goodie, sondern die EINZIGE Art und Weise, wie wir garantieren können, dass diese Jugendlichen in dieser Flut von Informationen etwas neues lernen und bei der Sache sind. Anders haben wir gar keine Chance, dass irgendwas hängen bleibt.

Wir müssen als Erwachsene verdammt noch mal runter von unserem hohen Ross und unseren Expertenstatus ablegen und beginnen, uns in diese Kids (die nebenbei unsere Zukunft sind) hineinzuversetzen.
Wenn es uns gelingt, zu verstehen, wie die Lebenswelt dieser Kids aussieht und wenn wir anfangen, unser Wirken daran anzupassen, schaffen wir es erst, dass diese von uns lernen wollen.

„Lernen” und „müssen“ sind zwei Worte, die niemals im selben Satz stehen sollten.
Das weiß auch die Gehirnforschung, aber hier erzähle ich niemandem etwas neues.

Dies bedeutet auch, dass wir Kinder auf Augenhöhe behandeln müssen, denn Kinder merken, wenn wir ihnen etwas von oben herab aufdrücken wollen.
Dass wir Erwachsenen älter sind als Kids, ist nicht unser Verdienst, sondern hat schlicht und einfach mit der Tatsache zu tun, dass sich unsere Eltern früher kennengelernt haben, als die Eltern dieser Kids.

Im Grunde ist es einfach, wenn man Kinder erreichen will:
1. Augenhöhe statt „von oben herab“: Kinder sind Menschen, zwar jüngere, aber Menschen.
2. Message für Kids aufbereiten, nicht für sich selbst: Alle Informationen, die Kinder erfassen und lernen sollen, MÜSSEN an das Kommunikationsverhalten dieser Kids angepasst sein. Zu oft passiert es, dass Erwachsene es für sich selbst tun und sich dann wundern, wenn es Kids nicht inhalieren wollen.
3. Ehrlichkeit: Kinder checken sofort, wenn man sie zum Narren hält und zahlen es einem mit Ignoranz zurück. Ist vielleicht hart, aber immerhin ehrlich.
4. Respekt: Kinder kennen am Anfang ihres Lebens glücklicherweise diesen falschen Respekt vor Älteren nicht und das ist gut so. Erst später lernen wir den total verrückten Respekt vor dem Alter. Ein Respekt, der mit keinem Aspekt verdient, sondern nur zufällig entstanden ist (niemand sucht sich schliesslich aus, WANN er oder sie geboren wird). Respekt sollte daher keine Frage des Alters sein, sondern immer neu verdient werden. Gerade bei Kindern.

Ich denke, dass wir Kinder erst dann erreichen, wenn wir uns daran zurück erinnern, wann wir selbst gerne gelernt haben.
Es war immer dann, wenn uns etwas interessiert hat oder wenn der Lehrer „es richtig gut gemacht hat“.

Kinder wollen lernen und sie sind im Grunde neugierig … wer das versteht und hier die richten Antworten liefert, kann sich ihres Dankes sicher sein.