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warum gerade HC STRACHE beweist, wie wichtig Überparteilichkeit ist

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber heute habe ich an einem Tag mehr über Neutralität gelernt, als in meinem bisherigen Leben.

Wir haben diese Woche HC Strache interviewed – genauso wie wir bisher knapp 2000 Menschen interviewed haben und es weiter tun werden. Die darauf entstehende Kritik hat mich in ihrem Niveau nur etwas sehr irritiert.

Als Privatperson wollte ich die Kritik an unserem whatchado Interview mit HC Strache nicht kommentieren – als Gründer und Geschäftsführer von whatchado und damit verantwortlich für ca. 30 Mitarbeiter muss ich einiges richtig stellen, damit weitere Diskussionen gar nicht erst aufkommen und auch unser Standpunkt klar gestellt ist.

Überparteilichkeit (nach Wikipedia):

Der Begriff der Überparteilichkeit ist das abgeleitete Substantiv von überparteilich und bedeutet im weitesten Sinne Neutralität und Unabhängigkeit. Im engeren Sinne des politischen Verständnisses bedeutet überparteilich vor allem, über den Parteien stehen, bzw. nicht von ihnen abhängig zu sein. 

Wir haben am Montag dieser Woche HC Strache die selben 7 whatchado Fragen gestellt, die wir bisher über 2000 Menschen (online haben wir derzeit über 1500) gestellt haben.
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Das Interview ist im Zuge einer Aktion entstanden, bei der wir derzeit alle Spitzenpolitiker vor die whatchado Linse bitten und diese dann kurz darauf im Live Hangout mit Usern zusammenbringen, die dann live Fragen stellen können.
Erst kürzlich haben wir Matthias Strotz (NEOS) und Eva Glawischnig (Grüne) bei uns auf whatchado begrüßt und werden in wenigen Wochen auch andere Politiker vor die Linse bitten.
Und diese Woche war es eben HC Strache.

Wir wussten natürlich, dass HC Strache als Mensch und Obmann der FPÖ polarisieren wird, haben aber keine Sekunde gezögert, ihm auch unsere 7 Fragen zu stellen.
Mir war klar, dass der eine oder andere die Nase rümpfen würde, aber teilweise blieb mir echt die Spucke weg, womit das Interview kommentiert wurde.

Mediengeilheit, Reichweitenerhöhung, “ist gut für die Zugriffsquote” und weitere Vorwürfe, die klar der Kategorie “Wirtshauswissen” entsprungen sind.
De facto wurde meinem Team und mir vorgeworfen, dass wir einen großen Fehler machen, HC Strache eine Bühne zu geben und wir dies aus Gründen der Zugriffsquote tun.

Ja, das kann man uns alles vorwerfen und noch viel mehr und ja, viele werden es weiter tun.
Wer etwas nachdenkt – also wirklich denkt – wird recht schnell sehen, was wir bei whatchado wirklich gemacht haben: nämlich einfach eine weitere Person, diesmal eben einen weiteren Politiker, vor die Linse gebeten. Klar wussten wir, dass dieser polarisiert, aber das tun andere Politiker auf ihre Art und Weise auch.

Diskriminierung beginnt mit Ausgrenzung und einer Portion Willkür

Alle Tiere sind gleich, aber einige Tiere sind gleicher

George Orwell in Die Farm der Tiere

Ich habe eine Zeit meines Lebens in Traiskirchen, einem Flüchtlingsheim vor den Toren Wiens, verbracht. Ich habe als Ausländer und “Tschusch” aus Simmering erlebt, was echte Diskriminierung bedeutet und es begann immer mit Ausgrenzung, dem Ursprung jeden Übels.
Wer mich kennt, weiß wie ich zu politischen Themen der FPÖ stehe und weiß auch, dass ich bei den letzten Wahlen den NEOS meine Stimme gegeben habe. Das ist kein Geheimnis.

Wenn wir bei whatchado alle Spitzenpolitiker interviewen, aber eine Person ausgrenzen, weil diese von der Ideologie stark polarisiert, wären wir nicht mehr glaubwürdig und würden gegen unsere eigenen Prinzipien der Gleichbehandlung arbeiten.

whatchado ist neutral – ohne wenn und aber

Unsere Mission ist die Darstellung der Vielfalt in der Arbeitswelt aus einer neutralen Ecke, solange alles im rechtlichen Rahmen ist und sich alle Beteiligten an das whatchado Prinzip halten.
Und dazu gehören alle Seiten – auch die der Politik.

Fakt ist, dass die FPÖ und HC Strache demokratisch gewählt worden sind (jaja, am Ende wills keiner gewesen sein) und sich damit in einer Demokratie ihren Platz erarbeitet haben – egal ob mir als whatchado Chef gefällt, was inhaltliches Parteiprogramm ist oder nicht. Das gilt für die FPÖ, aber auch für jede andere Partei und jede andere Einrichtung, bzw. Organisation.

Solange alles rechtens ist und alle Interviewpartner sich AN UNSER Konzept halten, ist jede/r willkommen.
Das war immer so und wird immer so bleiben.
So gehen wir mit jedem Interviewpartner, jedem Unternehmen und jeder Organisation um – alle müssen, wenn sie bei whatchado vertreten sein wollen, sich an unser Konzept und unsere Mission halten. Ohne Ausnahmen.

DerStandard weigert sich <bitte Name des gewünschten Politikers einsetzen> zu interviewen

Ja, das wäre wohl eine Headline, die sich viele Kritiker und selbsternannten Beschützer der guten Sitten wünschen würden.
Wäre es okay? Nein, natürlich nicht.
Warum? Weil dadurch die Berichterstattung einseitig wäre und alle Eckpfeiler des guten Journalismus mit Füßen getreten werden würden und darüber wird auch nicht diskutiert, weil es unvorstellbare wäre, dass unsere Medien plötzlich eine Partei ausschliessen, weil deren Ideologien polarisieren.

Und genau so ist es bei whatchado – wir sind überparteilich, neutral und halten an unseren Prinzipien der Gleichheit fest – solange alles rechtens ist, sich die Interviewpartner an unsere Fragen halten und kein Mensch beleidigt wird.

Bühne bekommt, über wen geredet wird

Jeder kennt die HUMANIC Werbungen von früher, die teilweise keinen Sinn ergeben haben.

Aber sie haben stets ihren Sinn erfüllt: alle, die diese damals im TV gesehen haben, kennen diese heute noch.
Werbung wirkt dann, wenn Menschen darüber reden – es zählt gar nicht so das inhaltliche, es zählt in erster Linie, dass man darüber spricht.

Bei whatchado versuchen wir, allen die selbe Bühne zu geben und die Stories gleichmäßig zu promoten – Unternehmen, die sich bei uns bessere Platzierungen wünschen, verweisen wir auf die hinteren Plätze, da man sich bei uns keine Platzierungen oder “bessere Promo” wünschen, bzw. erkaufen kann.
Genauso verhält es sich mit der Promotion unserer Politiker-Interviews, die wir derzeit führen. Matthias Strotz, Eva Glawischnig und auch HC Strache haben alle die selbe Bühne bekommen und das ist nur fair und korrekt.

Die Kritiker, die unser whatchado Interview mit HC Strache als “weitere Bühne” bezeichnen und im selben Atemzug anfügen, wie falsch sie dies finden, will ich darauf hinweisen, dass genau sie es sind, die dem Ganzen eine größere Bühne geben als notwendig.
Wie auch in der Werbung gilt “Bühne bekommt, über wen geredet wird”.
Sogar bad news sind besser als keine News 🙂

Wir geben allen Interviewpartnern die selbe Bühne, welche regelmäßig von neuen Stories befüllt wird – nicht mehr und nicht weniger.
Wer etwas anderes hineininterpretiert hat den Sinn der Übung nicht verstanden.

Warteschlange ist Warteschlange

Steht jemand im Supermarkt in einer Warteschlange und wird ganz normal bedient, spricht man von einem normalen Vorgang.
Steht diese Person aber in der Warteschlange und wird von der Kassiererin vorgelassen, spricht man von Bevorzugung.

Haben wir HC Strache wie alle anderen Politiker behandelt und promotet: Ja
Haben wir HC Strache in irgendeiner Art und Weise mehr gepusht: Nein

Abschließen möchte ich diesen Post mit einem Satz, den meine Deutschlehrerin geprägt hat und an den ich heute oft denken musste:
“Oft ist das Gelesene nicht das Geschriebene.”

Gute Nacht,
Ali

 

PhotoCredits:

http://www.hoesti.de/

http://www.parlament.gv.at/

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NY, Dubai und Brüssel – mehr als nur ein Traum

Ali Mahlodji und Jubin Honarfar in New York bei Peter Launsky-Tieffenthal, UNO

Ich sitze gerade in Washington (lustige Stadt, bisschen viel Security) und bekomme seit Tagen Anfragen, warum WHATCHADO derzeit in den USA ist, bzw. was wir vor Kurzem bei der UNO in New York gemacht haben.

Da ich meinen Blog eh schon seit einer Ewigkeit starten wollte, nehme ich das jetzt einfach mal als Anlass und schriebe hier über alles, was sich derzeit bei uns tut und mit dem Kapitel USA fange ich gleich an.

Jubin und ich waren erst kürzlich in New York bei der UNO, werden in Kürze nach Dubai weiter und ich bin Ende des Monats in Brüssel bei der EU.

Tja, und das alles trotz massiver Flugangst. Warum wir uns das antun? Naja, Eminem rappte 2002 schon richtig

You only get one shot, do not miss your chance to blow. This opportunity comes once in a lifetime.

Naivität ist alles

Als ich mit 14 Jahren die Idee zu WHATCHADO hatte und Anfang 2012 mit Jubin, Stefan, Manuel gründete, wollten ich immer, dass diese Idee die ganze Welt erreicht und ein Handbuch der Inspiration wird, dass Menschen jeden Alters hilft, ihre Berufung zu finden.

Glücklicherweise waren damals meine Co-Founder genauso naiv wie ich und dachten, dass sich das echt ausgehen könnte.

Knapp 14 Monate nach der Gründung erreichen wir monatlich über 100.000 User und schaffen mittels des WHATCHDAO Interessensmatchings das, was wir immer wollten: Menschen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht und äußeren Einflüssen – näher zu bringen, was sie mit ihrem Leben anfangen können. Und zwar eben durch die 4-Augen-Stories von anderen Menschen, mit denen die selben Interessen und Neigungen geteilt werden.

Oft genug stehen wir in unserem Büro beieinander und können es kaum fassen, was sich in dieser kurzen Zeit getan hat. Nach über 1000 Stories, die wir eingesammelt haben, über 50 Unternehmen und über 20 Partner, die an uns glauben und einem unglaublich tollen Team von über 20 Helden hören wir oft genug, dass wir “es geschafft hätten”. Und manchmal komme ich in Versuchung es auch fast zu glauben. Aber eben nur fast.

So, what’s next?

Ideen sind nur so gut wie deren Umsetzung. Bei meinen Vorträgen zu StartUp Themen predige ich gerne, dass Ideen nur 1% des BigPicture sind. Die echte Kunst liegt in den restlichen 99% der Umsetzung. Darauf kommt es an, aber leider ist dies der Part, der oft vergessen wird.

Nun, ich habe vorhin erwähnt, dass WHATCHADO immer dafür gemacht war, Menschen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht und äußeren Einflüssen – ihrer Berufung näher zu bringen. Und da es in der heutigen Welt gut sein kann, dass die eigene Berufung grenzübergreifend zu finden ist, wäre es von uns vermessen zu behaupten, dass wir unsere Mission auch nur annähernd erfüllt hätten.

Mein Lieblingsszenario ist ja, dass eine Person in Österreich, egal ob 14, 24 oder 34 Jahre alt, durch unser Matching und der Story einer anderen Person auf WHATCHADO, die irgendwo auf der Welt lebt, herausfindet, was er oder sie alles mit dem eigenen Leben anfangen kann und dadurch die eigene Perspektive erweitert.

Und um das zu erreichen, brauchen wir Stories aus der ganzen Welt.

Wenn man bedenkt, dass wir nie gefragt wurden, wo wir geboren werden möchten, aber nur 80-100 Jahre zu leben haben und in dieser Zeit unser (berufliches und privates) Glück finden sollen, liegt es auf der Hand, dass wir eine Art Landkarte oder eine Übersicht brauchen, die uns aufzeigt, was wir weltweit alles machen können. Und genau diese Lücke soll WHATCHADO ja schließen und genau daher sind wir im Mai auf 3 Kontinenten unterwegs, um Kooperationspartner und Gleichgesinnte zu finden:

1. Station: Anfang Mai – UNO Headquarter, New York bei Peter Launsky-Tieffenthal, Leiter der Presseabteilung der Vereinten Nationen

Wir hatten das irre Vergnügen, WHATCHADO am 1. Mai in New York dem Leiter der weltweiten Kommunikation der UNO und weiteren 6 Personen aus dem Bereich Kommunikation und HR vorzustellen. Die UNO kennt jeder Mensch, was die UNO genau macht, bzw. die Menschen dahinter, ist aber vielen nicht bekannt. Und genau hier kommen wir ins Spiel.

UNO New York

Das Meeting dauerte doch 1,5 Stunden und Anknüpfungspunkte gibt es mehr als genug, welche in den kommenden Monaten in Follow-Ups bearbeitet und evaluiert werden.

Ali und Jubin beim neuen Sicherheitsrat

Jubin und ich beim neuen, noch nicht eröffneten, Sicherheitsrat

Für Jubin, mich und das ganze Team war es das bisher größte Highlight unserer jungen StartUp-Geschichte. Wir haben definitiv gesehen, dass WHATCHADO ein internationales Thema ist und dass wir mit unseren Kommunikationskonzept, bestehend aus individuellem Social-Match, geführtem Storytelling und Gleichbehandlung auf Augenhöhe Probleme und Herausforderungen lösen können, der heute viele Organisationen und Unternehmen gegenüber stehen.

4aa04c15cca9a073b9c5af2c840c328b3db61db3New York ist eine unglaubliche Stadt und dass der Leiter der Kommunikation der UNO ein Österreicher ist, hat uns echt stolz gemacht: Peter Launsky-Tieffenthal, ehemaliger Sprecher des Außenministeriums, und seit Mai 2012 ranghöchster Österreicher bei der UNO hatte sich mit seinem Team echt lange Zeit genommen um mit uns über mögliche Anknüpfungspunkte zu diskutieren.

Glücklicherweise haben wir gesehen, dass unsere Ambitionen, die Plattform international auszurichten (jaja, Update in Kürze), genau zur richtigen Zeit kommen und auf offene Ohren stoßen. Ich werde hier in Zukunft öfters Updates geben, wie es bei der Zusammenarbeit mit der UNO weitergehen wird.

Aber jetzt mal zur nächsten Station, die WHATCHADO im Mai noch erwartet.

2. Station: Mitte Mai – Dubai, 8th Annual Human Assets Expansion Summit MENA

Zurück aus New York geht es für WHATCHADO gleich danach nach Dubai zur 8th Annual Human Assets Expansion Summit MENA:

The 8th Annual Human Assets Expansion Summit MENA 2013 aims to connect HR professionals from leading organisations in the region and recognise individuals and organisations for excellence in the HR function.The three days are designed to facilitate knowledge sharing regarding the most pressing issues facing HR professionals in the region.

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie blöd wir geschaut haben, als die Veranstalter uns als Speaker zur Konferenz eingeladen haben 🙂

Wir sind eingeladen worden, über WHATCHADO und Employer Branding im globalen Recruiting zu sprechen und mit zu diskutieren. Weiters werden wir dort auch den größten Workshop zum Thema Employer Branding mit ausgewählten HR Experten des asiatischen Raumes leiten.

Jubin wird im Zuge dessen in Dubai an allen 3 Tagen aktiver Teil des Summit sein und vor Ort das Haus rocken – solange sie ihn lassen 🙂

3. Station: Ende Mai – Brüssel, European Youth Week 2013

Ich war recht baff, als ich Anfang des Jahres erfahren habe, dass ich als European Youth Ambassador nominiert bin und daher nach Brüssel zur europäischen Jugendwoche eingeladen bin, um dort mit Vertretern der EU über den Jugendarbeitsmarkt Europas und unseren Ansatz bei WHATCHADO zu diskutieren. Was ich jetzt schon weiß, werden Vorträge und Podiumsdiskussionen sich abwechseln 🙂

Zu verdanken habe ich die Nominierung und die Einladung der österreichischen Initiative “Jugend in Aktion”, die bereits 2011 WHATCHADO bei den ersten ehrenamtlichen Schritten unterstützt hat und der wir sehr viel verdanken.

Mein Part wird unter Anderem sein, WHATCHADO als Vorzeigeprojekt für ein gemeinsames Europa zu positionieren. Als geborener Perser mit wiener Dialekt, der in Österreich ein neues Zuhause gefunden hat und der sich seit seiner Jugend als Europäer sieht, ist mir dies eine riesengroße Ehre, der ich hoffe, gerecht zu werden.

Stellt euch mal vor, WHATCHADO wird als Kommunikationskonzept in mehreren Ländern weltweit eingesetzt und in Anbetracht der örtlichen Herausforderungen ausgebaut … wär schon sehr cool, oder?

Mal schauen, wie weit das WHATCHADO Team kommt 🙂

Step by Step – vom Hudeln kommen die Kinder

Doch bevor wir die ganze Welt erobern, haben wir in Österreich und bei unseren Nachbarn noch genug zu tun, müssen hier WHATCHADO noch stärker ausbauen und besser machen und werden die deutschsprachigen Länder in den kommenden 6-12 Monaten mit einigen Neuigkeiten überraschen, die unsere Ambitionen untermauern.

Mich würde es sehr interessieren, wie ihr unsere Ambitionen seht. Irre, größenwahnsinnig oder doch am richtigen Weg? Bitte tobt euch aus, freue mich über jedes Feedback, solange konstruktiv und ehrlich.

Danke!