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Generationen

Wissen entsteht an Grenzübergängen von Generationen

Mein erster Mentor (ohne dass er je eine Ahnung davon hatte) war Franz Kühmayer, ehemaliger Topmanager in der IT, heute erfolgreicher Berater und internationaler Keynote Speaker.

2011 wurde Johann “Hansi” Hansmann neben seiner Rolle als WHATCHADO’s erster Business Angel auch zu meinem Mentor und Freund. In die Runde der Mentoren, die auch Business Angels waren und Mentoren wurden, gesellten sich in den letzten 2 Jahren auch Brigitte Ederer (Ex-Siemens Vorstand HR), Claus Raidl (Präsident der Österreichischen Nationalbank) und Peter Püspök (Ex-Raiffeisen Niederösterreich Chef) hinzu.

Und seit einem Jahr ist auch Gerald Hüther, Autor und Neurobiologe, einer der Menschen, an den ich mich wende, wenn ich reflektierten Rat oder eine Meinung brauche.

Ohne meine Mentoren wäre ich meinen Weg bisher sicher holpriger gegangen, als es bis dato sowieso der Fall war 🙂

Erst Anfang diese Woche hatte ich wieder ein sehr inspirierendes Gespräch mit Hansi Hansmann und gestern auch eines mit Franz Kühmayer und gerade jetzt komme ich von einem Abendessen mit lieben Bekannten, von denen ich in diesen wenigen Stunden mehr über das Leben gelernt habe, als es je ein Buch geschafft hätte.

Diese drei Gespräche haben alle etwas gemeinsam und damit ist nicht nur gemeint, dass mich alle in meiner persönlichen Entwicklung einen Riesenschritt weitergebracht haben, sondern eine andere Tatsache, die mir mehr hilft, als ich dachte: Alle meine Mentoren und auch die Gesprächspartner, von denen ich am Meisten lerne, sind immer Menschen, die nicht in meinem Alter oder meinem Altershorizont sind.

Ich lerne am Meisten von Menschen, die mindestens 5-10 Jahre reifer oder mindesten 5-10 Jahre jünger sind als ich es bin.

Wenn ich z.B. mit Menschen spreche, die reifer sind als ich, merke ich sofort, wie wertvoll die Ansichten dieser Menschen sind, wenn sie die Jahre ihrer Erfahrung sprechen lassen. Jahre, die mir definitiv fehlen.

Jede Zeit und jede Epoche hat bei ihren Zeitgenossen Erfahrungen hinterlassen, die im Zuge eines Reflektionsprozesses wertvolles Wissen in sich birgt. Wissen, dass vielleicht für weitere Zeugen dieser Zeit nichts besonderes darstellt, aber für jemanden, der nicht aktiver Teil dieser Zeit war, ein Fundus an neuen Denkweisen beinhaltet.

Ein Gespräch mit jemanden, der 10 Jahre reifer oder 10 Jahre jünger ist als ich, bringt mir immer mehr als ein Gespräch mit einer gleichaltrigen Person. Der Grund ist einfach: jemand, der genauso wie ich 34 Jahre +/- wenige Jahre ist, lebt in der selben Lebenswelt wie ich. Diese Person hatte wahrscheinlich die selben Kindheitshelden wie ich, hat die selben Serien geschaut und ist mit den selben Geschichten aufgewachsen und hat den selben kulturellen Wandel erlebt so weiter.

Aber jemand, der fast eine Dekade entfernt ist (egal in welche Richtung), hat in allen oben genannten Bereichen ganz andere Inhalte erfahren.

Ich bin noch mit den Spice Girls, den Backstreetboys und mit David Hasselhoff als Michael Knight aufgewachsen und das war für mich das Normalste und ist es immer noch. Sehe ich mir aber an, dass die Helden der Kids heute One Direction heißen und aussehen wie Bubies, die frisch aus der Waschmaschine kommen, kann ich entweder den Kopf schütteln oder mir von einem Jugendlichen erzählen lassen, WAS daran so cool ist.

Anstatt über andere Generationen zu schimpfen, könnte ich doch durch den aktiven Austausch mit einem Zeitgenossen dieser Zeit darüber sprechen, was aktuell “hip” ist und mir erklären lassen, was denn daran ausschlaggebend ist.

Dies führt dazu, dass ich nicht mehr über eine Generation spreche, sondern mit! ihnen.

Das gilt sowohl für das Gespräch als auch für das Verständnis für “jüngere” und “reifere/ältere” Menschen.

Jede Generation hat ihre Erfahrungen und echtes Wissen und Verständnis für die Welt entsteht erst, wenn sich dieses mit dem eigenen vermischt.

Anstatt sich nur mit Gleichaltrigen zu unterhalten, sollten wir lernen, uns mit Menschen zu unterhalten – ungeachtet deren Alter und Generation. Schliesslich sind wir in unserem Leben alle mal “die Jüngeren” und “die Älteren”.

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